Aktuell (Juli 2010)

Werter Kunde,

Alle Stahleinkäufer erwarten weiterhin einen kurzfristig steigenden Stahlpreis, spekulieren aber bereits auf eine rückläufige Stahlpreisentwicklung.

Die Preise für Kaltband, insbesondere beschichtete und unbeschichtete Tiefziehgüten, steigen weiterhin. Laut dem Stahlmonitor sind jedoch die Einkäufer sehr skeptisch, ob sich dieser Trend so fortsetzt. Es scheint, dass die stark steigenden Preise nur von kurzfristiger Natur sind und dass es durch eine weitere Kapazitätserhöhung der Stahlhütten bald wieder zu einer Entspannung auf dem Markt kommt.

Nach Aussagen der Stahlhersteller sind die Werke bis weit ins 4. Quartal ausgebucht, was jedoch bei den Einkäufern auf große Skepsis stößt. Nach Meinung der Stahlverbraucher versuchen die Stahlproduzenten am Markt Preise zu platzieren, die weit über dem Niveau liegen, welche durch die Verteuerung der Rohstoffe wie Koks und Eisenerz gerechtfertigt wären.

Unser Einkauf berichtet, dass Vertreter der Produzenten bei den aktuellen Verhandlungen nicht sonderlich zufrieden mit der aktuellen Marktlage zu sein scheinen und die Argumente für eine weitere Erhöhung der Stahlpreise nicht fundamental begründen können.

Solange die einstimmig, nach eignen Aussagen wieder gut gehende Autoindustrie noch keine neuen Verträge abgeschlossen hat, wird die Lage weiter undurchsichtig bleiben und es wird weiter abgewartet. Keiner möchte der Erste sein und sich womöglich die Finger verbrennen. Derzeit lautet die Devise „in Deckung bleiben und den Bedarf nach wie vor kurzfristig über den Spotmarkt decken“, auch wenn dieses unweigerlich zu weiteren Engpässen führen wird.

Wie immer werden wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.


Mit freundlichen Grüßen




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